Jetzt sprechen schon die Gallier Plattdeutsch
Ostbevern - Nicht nur die Geschichte der Bevergemeinde interessiert die Mitglieder des Heimatvereins. Am Montagabend beschäftigte auch die Historie der Gallier und Römer die Besucher der Mitgliederversammlung im Heimathaus. Laienschauspieler der Niederdeutschen Bühnen an den Städtischen Bühnen Münster waren mit ihrer szenischen Lesung „Asterix un de Kuopperpott“ zu Gast in der Versammlungsstätte.
Ehe sie sich der Geschichte widmeten, bot Vorsitzender Bernhard Frye den Gästen in seinem Jahresbericht einen Rückblick auf die Veranstaltungen der vergangenen Monate. Mehrere Ausstellungen, das Spekulatiusbacken im Heimathaus, Fahrradtouren und Wanderungen füllten ein abwechslungsreiches Jahr.
Besonders erwähnte Frye die Gründung des Plattdeutschen Projektchors. Das „jüngste Kind“ des Heimatvereins habe sich prächtig weiterentwickelt. Er dankte Dirigent Roland Rösing und Beiratsmitglied Manfred Schapmann für ihren unermüdlichen Einsatz.
Der Kassenbericht von Rudi Eschkotte wies eine ausgeglichene Kassenlage auf. Zusammen mit Hugo Frye wurde Ludger Bröker zum neuen Kassenprüfer ernannt, der damit Meinrad Aichner ablöst.
„Wi schrief dat Jaohr 50 vor Christus...“. So begann danach der humorvolle Einblick in die Welt der Gallier und Römer. Die Geschichten um Asterix sind mittlerweile aus dem Französischen in fast alle wichtigen Sprachen der Welt übersetzt worden, da lag eine Übertragung in die zweite deutsche Sprache, das Niederdeutsche, nicht fern. Vor zehn Jahren bemühte sich Hannes Demming um die Übersetzungsrechte und machte aus „Asterix und der Kupferkessel“ ein Stück mit zentralmünsterischem Dialekt.
Im Rahmen einer szenischen Lesung setzten die Laienschauspieler der Niederdeutschen Bühnen die Besucher in Kenntnis darüber, wie es Asterix und dessen Freunden gelungen war, seine Ehre und die seines Dorfes wiederzuerlangen, die durch die Geldgier und Habsucht der römischen Besatzer beschädigt worden war. Mit seinem Freund Obelix samt pfiffigem Begleiter Idefix machten sie sich auf den Weg, um den Kupferkessel wieder zu füllen. „De spinnt, de Römers“ kommentierte „Obelix“ Hannes Demming das Geschehen.
Sprecherin Elisabeth Georges führte die interessiert lauschenden Zuhörer durch das Geschehen, das von Hannes Demming, Uli Tarner (Geschäftsführer der Niederdeutschen Bühnen), Günther Kempkes, Egbert Kamp, Hubertus Rothers, Uschi Niehues, Simon Georges, Bernd Artmann, Bernd E. Bäumer, Monika Rappers, Sophia Demming und Klaus Uhlenhake mit Schwung und Pfiff erzählt wurde. Die Zuhörer im nahezu voll besetzten Heimathaus waren begeistert und zollten den Schauspielern ausgiebigen Applaus.
VON ANNE REINKER, WESTFÄLISCHE NACHRICHTEN TELGTE
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