Ein neues Leben in Amerika
Ostbevern. Es wird „die größte und aufwendigste Ausstellung seit der Eröffnung des Heimathauses im Jahre 2001.“ Sagt Werner Schubert. Der stellvertretende Vorsitzende des Heimatvereins muss es wissen. Schließlich hat er rund 27 Jahre lang Material zusammengetragen, welches er in gut acht Monaten noch einmal gründlich gesichtet und vorzeigereif aufbereitet hat. Herausgekommen ist dabei eine Präsentation zum Thema „325 Jahre deutsche Einwanderer und 175 Jahre Ostbeverner Einwanderer in Nordamerika“, die weit über die Bevergemeinde hinaus Beachtung finden dürfte.
„Zwischen 1833 und 1899 sind 428 Männer, Frauen und Kinder nach Amerika ausgewandert“, hat Werner Schubert herausgefunden. „Zusammengenommen war das etwa jeder fünfte Einwohner.“ Von seinerzeit 305 Hof- und Hausstätten seien 140 von der Emigration betroffen gewesen. Allein die Familie Sander sei mit acht Kindern 1887 nach Amerika gezogen. Drei Monate später sei der Vater, ein Bierbrauer, wegen einer Wette um fünf Dollar im Ohio ertrunken und habe sieben Waisenkinder zwischen zwei und 14 Jahren zurückgelassen. „Im Juli 2008 fand ein großes Familientreffen der Sanders in Oregon statt“, berichtet der Experte. Rund 400 Mitglieder der Sippe fanden sich dort ein.“
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