Die Organisatoren hatten sich Mühe gegeben. Das Heimathaus mit seinem historischen Ambiente war festlich geschmückt. Angelika Schulze-Hagen und Tine Wedershoven hatten mit Blumen aus den eigenen Gärten den kleinen Altar mit der Marienstatue dekoriert.
Über 60 Gäste waren am Sonntagabend der Einladung des Heimatvereins gefolgt und nahmen an der Maiandacht teil. Traditionell wurden sowohl die Texte als auch die Lieder, die Clemens Wansing vorbereitet hatte, in Münsterländer Plattdeutsch von ihm vorgetragen oder gemeinsam gesungen. Ihm fiel das nicht schwer und auch der überwiegende Teil der Besucher erwies sich mundartlich erstaunlich textsicher. Hubert Bals unterstützte die Teilnehmer auf dem Harmonium, das früher im Krankenhaus Ostbevern für die musikalische Begleitung bei Messen genutzt worden war. Außerdem sang er die Marien-Litanei im Wechsel mit den Freunden der plattdeutschen Sprache. Die Lesung, selbstverständlich ebenfalls in der alten Muttersprache der Westfalen, wurde von Anni Preckel übernommen. Die stimmungsvolle Veranstaltung fand nunmehr schon zum wiederholten Mal statt und gehört somit zum festen Bestandteil des Jahresprogramms des Heimatvereins.
„Guod goahn“ hieß es dann schon bald darauf vor dem Heimathaus und natürlich folgte darauf stilgerecht und ebenfalls in Pattdeutsch ein „auk so“, als sich die Besucher der Andacht wieder auf den Heimweg machten.