Brennglas des gesellschaftlichen Wandels
Ausstellung des Westfälischen Heimatbundes
WN-Bericht von Daniela Allendorf
Dienstag, 19.05.2026
Die Schlagworte, die mit dem Begriff Heimat verbunden sind, sind überaus vielfältig. Das zeigt
schon die Ankündigung der Ausstellung „Heimat gestalten - Westfalen erzählen. Der Westfälische
Heimatbund von 1915 bis heute", die ab Mittwoch im Heimathaus zu sehen sein wird. Foto:
Westfälischer Heimatbund
OSTBEVERN. Was ist Heimat? „Gemeinschaft, Engagement, Gestaltung, Zugehörigkeit, Zusammenhalt" und noch
viele Begriffe mehr stehen auf dem Plakat zur Ausstellung „Heimat gestalten - Westfalen erzählen. Der
Westfälische Heimatbund von 1915 bis heute" des Westfälischen Heimatbundes, die ab Mittwoch (20. Mai)
Station im Ostbeverner Heimathaus macht.
Bereits im Januar wurde die Ausstellung offiziell in der Bürgerhalle des LWL Landeshauses in Münster
eröffnet. Nun tourt sie durch ganz Westfalen und Interessierte können sie für ihren Ort buchen. „Jede
Station macht WHB-Geschichte sichtbar - und stärkt das Bewusstsein für Engagement, Heimat und
Zusammenhalt in Westfalen", heißt es dazu auf der Homepage des Westfälischen Heimatbundes.
Entstanden ist die Wanderausstellung in Kooperation von Westfälischem Heimatbund und dem LWL-Institut
für westfälische Regionalgeschichte. Sie befasst sich mit den zentralen Fragen: „Was bedeutet Heimat?
Wie haben sich die Vorstellungen davon im Laufe der Zeit verändert? Und welche Rolle spielte dabei der
Westfälische Heimatbund?"
Fragen, die sich auch die Mitglieder des Ostbeverner Heimatvereins immer wieder stellen. Denn die
Vorstellungen von Heimat haben sich im Laufe der Zeit immer wieder verändert. So sei Heimat kein
statischer Begriff, sondern einem ständigen Wandel unterworfen - und genau das zeigt auch die
Ausstellung, die sich durch zahlreiche Rollups gestaltet.
„In der Geschichte des Heimatbundes bündelt sich wie unter einem Brennglas der gesellschaftliche Wandel
in Westfalen. Die Ausstellung beleuchtet die unterschiedlichen Konzepte von Heimat, die der Westfälische
Heimatbund im Laufe seiner Geschichte vertreten hat. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Deutungen
von Westfalen, die sich nicht nur in mentalen Bildern, sondern auch in territorialen Zuschreibungen
äußern.
Diese unterschiedlichen Antworten prägten sowohl die Wahrnehmung der Region als auch das
Selbstverständnis des WHB. Zudem zeigt die Ausstellung die Entwicklung des Verbandes von 1915 bis in die
Gegenwart", ist in einer Beschreibung der Ausstellung zu lesen.
Am morgigen Mittwoch (20. Mai) wird die Ausstellung im Ostbeverner Heimathaus um 18 Uhr offiziell
eröffnet. Sie wird bis einschließlich zum 7. Juni (Sonntag)dort zu sehen sein und ist immer mittwochs
von 18 bis 19 Uhr sowie freitags, samstags und sonntags von 15 bis 17 Uhr geöffnet. Auch individuelle
Termine bietet der Heimatverein nach Vereinbarung an. Der Eintritt ist frei.